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FAQ

Frage 2: In Ihrem Roman stellen Sie ziemlich unverblümt das Los der Sklaven in der römischen Gesellschaft dar, ohne hierbei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Das ist stellenweise nach unserer heutigen Vorstellung sehr grausam und empörend. Ist das nötig?

Dergleichen ist wichtig, wenn man ein unverfälschtes Bild der damaligen Zeit wiedergegeben möchte. Sklaverei war in der antiken Welt eine so alltägliche Selbstverständlichkeit, dass diese für uns doch grausame Sitte von niemandem in Frage gestellt wurde, noch nicht einmal von den Gelehrten der damaligen Zeit. Aus diesem Grunde nimmt auch meine Hauptfigur Invita, die eine Sklavin ist, ihre soziale Stellung zunächst ebenso wie ihre Mitsklaven hin. Es wäre Geschichtsfälschung, ihnen Ideen in den Mund zu legen, die es in dieser Zeit nicht gab. Sicherlich ist das Sklavendasein aus heutiger Sicht empörend und untragbar, denn glücklicherweise leben wir im Zeitalter der Menschenrechte. Doch habe ich mich noch bemüht, in meinem Roman auf die übertriebene Darstellung von Grausamkeiten zu verzichten und das Leben als Sklave im Statthalterpalast als etwas Alltägliches dargestellt. Sicher lebten in dieser Zeit viele einfache Menschen sogar um einiges schlechter als ein Sklave. Sie waren zwar frei, mussten aber unter schwierigen Bedingungen um ihren Lebensunterhalt kämpfen. Allerdings lehnt sich meine Hauptfigur Invita bisweilen etwas weit aus dem Fenster und muss den Preis dafür zahlen. Daher könnte es sein, dass die eine oder andere Szene, für empfindliche Leser zu hart scheint. Doch so war die Realität.

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